Das Saarland

Das Saarland wurde 1957 als zehntes Bundesland in die Bundesrepublik Deutschland eingegliedert. Mit 2 570 km² und etwa einer Million Einwohnern ist es das kleinste Flächenland Deutschlands. Es grenzt im Norden und Osten an Rheinland-Pfalz, im Süden und Westen an Frankreich und im Nordwesten an Luxemburg. Seit der Gebietsreform 1974 ist es in fünf Landkreise und den Stadtverband Saarbrücken eingeteilt und zählt heute 52 Gemeinden. Mit 415 Einwohnern pro km² gehört das Saarland zu den am dichtesten besiedelten Regionen Europas.

Landschaftlich bietet es im Norden sowie im Saargau und Bliesgau ein ländliches Bild, während die Ballungsräume im südlichen Teil entlang der Industrieschiene an der Saar liegen.

Ein tiefgreifender Strukturwandel prägt seit Jahrzehnten die saarländische Wirtschaftsgeschichte. Seit 1960 hat sich der Anteil der Montanarbeitsplätze an der Gesamtindustrie von 56 % auf 20 % drastisch verringert. Dennoch konnte ein Großteil der Beschäftigungsverluste durch neue Arbeitsplätze in der industriellen Weiterverarbeitung kompensiert werden. Im Zuge moderner Fertigungstechniken entstanden neue Industrieschwerpunkte, vor allem in den Sektoren der Vorleistungsgüter und der Investitionsgüter. Aufgrund der inzwischen überragenden Stellung der Fahrzeugproduktion spricht man längst vom "Autoland Saarland". Wachstum und Beschäftigung entstehen zunehmend aber auch in den innovativen Informations- und Kommunikationsbranchen der modernen Dienstleistungsgesellschaft. Gleichzeitig werden große Anstrengungen unternommen, das Saarland auch für den Tourismus attraktiver zu gestalten. An der Wertschöpfung des Landes hat die Industrie inzwischen noch einen Anteil von weniger als einem Drittel, während der tertiäre Sektor bereits über zwei Drittel erbringt.

Um mehr zu erfahren:

www.saarland.de

Saarschleife     Weltkulturerbe Völklinger Hütte
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